Steueränderungen zum Jahreswechsel 2021 im Überblick

 

Die Umsatzsteuersätze werden wieder "zurück" geändert:

19% Regel-Steuersatz
7% ermäßigter Steuersatz
für alle Leistungen ab dem 1.1.2021.

 

Der Solidaritätszuschlag auf die Einkommensteuer reduziert sich:

Er wird nun erst fällig, wenn die tarifliche Einkommensteuer 16.956 EUR / 33.912 EUR (Einzel-/Zusammenveranlagung) übersteigt.
Auf die Körperschaftsteuer hat dies keine Auswirkung - hier bleibt die Berechnung wie bisher.

 

Corona-Sonderzahlungen

Arbeitgeber können bis zu 1.500€ Corona-Sonderzahlung an die Arbeitnehmer steuerfrei auszahlen. Dies war zunächst bis zum 31.12.2020 befristet und ist nun bis zum 30.6.2021 möglich. Wichtig: Für jeden Arbeitnehmer kann der Betrag nur einmal in Anspruch genommen werden. Der Höchstbetrag verdoppelt sich nun nicht.

 

Behinderten- und Pflege-Pauschbetrag

Die bisherigen Behinderten-Pauschbeträge werden verdoppelt. Zukünftig können bereits ab einem Grad der Behinderung von 20% Pauschbeträge geltend gemacht werden.
Unabhängig davon, ob das Kriteriums "hilflos" vorliegt, können ab 2021 Pflege-Pauschbeträge angesetzt werden. Der Pflege-Pauschbetrag bei der Pflege von Personen mit den Pflegegraden 4 und 5 wird erhöht von 924 EUR auf 1.800 EUR. Neu eingeführt wird ein Pflege-Pauschbetrag bei der Pflege von Personen mit den Pflegegraden 2 (600 EUR) und 3 (1.100 EUR).

 

Kindergeld und Kinderfreibetrag

Das Kindergeld erhöht sich monatlich um 15 €. Der Kinderfreibetrag wird auf 2.730€ erhöht.

 

 Entfernungspauschale

Ab dem 21. Kilometer können für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zukünftig 35 Cent pro Kilometer angesetzt werden.

 

Home-Office

Bereits ab dem Jahr 2020 können Arbeitnehmer für die Arbeit im Home-Office pro Tag 5 € pauschal absetzen, auch wenn die Voraussetzungen für ein häusliches Arbeitszimmer nicht erfüllt werden. Betrenzt wird dies auf 600 € pro Jahr. Diese Regelung gilt bis zum 31.12.2021.

 

Degressive Abschreibung

Für die Jahre 2020 und 2021 kann für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens eine degressive Abschreibung mit dem Faktor 2,5 gegenüber der derzeit geltenden AfA (maximal 25%) angesetzt werden. Soweit für ein bewegliches Wirtschaftsgut auch die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Sonderabschreibungen z. B. nach § 7g Absatz 5 EStG vorliegen, können diese neben der degressiven Abschreibung in Anspruch genommen werden.

 

Investitionsabzugsbetrag

Die begünstigten Investitionskosten werden von 40 auf 50 % angehoben. Für alle Einkunftsarten gilt eine einheitliche Gewinngrenze i. H. v. 200.000 EUR als Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Investitionsabzugsbeträgen. Ab 2020 fallen auch vermietete Wirtschaftsgüter in den Anwendungsbereich des § 7g EStG im Jahr der Investition und im Folgejahr. Das gilt unabhängig von der Dauer der jeweiligen Vermietung. Die Regelung ist erst Ende 2020 eingeführt worden, gilt aber bereits erstmals für Investitionsabzugsbeträge und Sonderabschreibungen, die in nach dem 31.12.2019 endenden Wirtschaftsjahren in Anspruch genommen werden.

 

Übungsleiter- und Ehrenamtsfreibetrag

Ab 2021: Der Übungsleiterfreibetrag wird von 2.400 EUR auf 3.000 EUR erhöht. Der Ehrenamtsfreibetrag wird von 720 EUR auf 840 EUR erhöht.

 

Wohnraumvermietung

Verbilligte Überlassung der Wohnung ab 2021: Beträgt die Miete weniger als 50% der ortsüblichen Miete (bisher 66%), wird die Vermietung auf einen entgeltlichen und unentgeltlichen Teil aufgeteilt. Ggf. ist eine Totalüberschuss-Prognoseprüfung vorzunehmen. Fällt diese negativ aus, ist nur für den entgeltlich vermieten Teil von eine Einkünfteerzielungsabsicht auszugehen. Nur für diesen Bereich dürfen Werbungskosten abgezogen werden.

 

Was gibts noch?

Erhöhung des Mindestlohns auf 9,50 €

Die Hinzuverdienstgrenzen für vorgezogene Altersrenten bleiben auch für 2021 deutlich erhöht bei 46.060€.

 

Für Änderungen in 2021 für die Pflege - lesen Sie hier weiter

 

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