Putzen Haushaltshilfe Bohmann Laing

Profitieren Sie im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung von Steuerermäßigungen für Handwerkerleistungen, haushaltsnahe Dienstleistungen und Beschäftigungsverhältnisse

 

Direkt von der zu zahlenden Einkommensteuer können abgezogen werden:

20% der Kosten für

maximal 1.200€ pro Jahr für Handwerkerleistungen

maximal 4.000€ pro Jahr für haushaltsnahe Dienstleistungen

maximal 4.000€ pro Jahr haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse

maximal 510 € pro Jahr für haushaltsnahe Minijobs

 

Was sind haushaltsnahe Dienstleistungen?

Haushaltsnahe Dienstleistungen sind Tätigkeiten, die gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts erledigt werden könnten und eine Dienstleistungsagentur oder ein selbständiger Dienstleister hierfür beauftragt wird.

Zum Beispiel:

  • Hausarbeiten (z. B. Reinigung, Fenster putzen, Bügeln),
  • Gartenpflege (z. B. Rasenmähen, Heckenschneiden),
  • Hausmeisterdienste und Hausreinigung (Treppenhaus),
  • Kleidungs-/Wäschepflege im Haushalt des Steuerpflichtigen,
  • Versorgung und Betreuung eines Haustieres,
  • Inanspruchnahme des Notrufsystems innerhalb einer Wohnung im Rahmen des „Betreuten Wohnens“,
  • Umzugsdienstleistungen für Privatpersonen.

 

Was sind begünstigte Handwerkerleistungen?

Wer in seinem Haushalt anfallende Reparaturen, Wartungs- und Renovierungsarbeiten von Handwerksbetrieben ausführen lässt, kann dafür einen zusätzlichen Steuernachlass erhalten. Dies gilt unabhängig davon, ob es sich um regelmäßig vorzunehmende Renovierungs- oder kleine Ausbesserungsarbeiten handelt, die gewöhnlich auch durch Mitglieder des privaten Haushalts erledigt werden (können), oder um Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die im Regelfall nur von Fachkräften durchgeführt werden. Der beauftragte Handwerker muss nicht in der Handwerksrolle eingetragen sein. Auch Kleinunternehmer i. S. des Umsatzsteuerrechts können beauftragt werden.

Zum Beispiel:

  • Arbeiten an Innen- und Außenwänden;
  • Arbeiten am Dach, an der Fassade, an Garagen etc.;
  • Reparatur oder Austausch von Fenstern und Türen;
  • Streichen/Lackieren von Türen, Fenstern (innen und außen), Wandschränken, Heizkörpern und -rohren;
  • Reparatur oder Austausch von Bodenbelägen (z. B. Teppichboden, Parkett, Fliesen);
  • Reparatur, Wartung oder Austausch von Heizungsanlagen, Elektro-, Gas- und Wasserinstallationen;
  • Modernisierung oder Austausch der Einbauküche;
  • Modernisierung des Badezimmers;
  • Brandschaden- und Wasserschadensanierung (soweit nicht Versicherungsleistung erfolgt);
  • Aufstellung eines Baugerüstes;
  • Dachrinnenreinigung;
  • Wärmedämmmaßnahmen;
  • Trockenlegung von Mauerwerk (Arbeiten mit Maschinen vor Ort);
  • Prüfung der Funktionsfähigkeit einer Anlage;
  • Reparatur und Wartung von Haushaltsgegenständen (z. B. Waschmaschine, Geschirrspüler, Herd, PC);
  • Maßnahmen der Gartengestaltung (z. B. Erd- und Pflanzarbeiten im Zusammenhang mit der Errichtung einer Stützmauer am Nachbargrundstück);
  • Pflasterarbeiten auf dem Wohngrundstück
  • Reparaturen an Geräten im Haushalt, die im Rahmen einer Hausratversicherung versicherbar sind

Nicht begünstigt sind:

  • Handwerkliche Tätigkeiten im Rahmen einer Neubaumaßnahme (alle Maßnahmen bis zur Fertigstellung)
  • Gutachtertätigkeiten (Mess- und Überprüfungsarbeiten, Kontrolle von Aufzügen)
  • öffentlich geförderte Maßnahmen z.B. über Zuschüsse oder verbilligte Darlehen

 

Welche Voraussetzungen müssen noch erfüllt sein?

Im eigenen Haushalt

Die Tätigkeiten müssen in Ihrem „Haushalt“ erbracht werden. Unerheblich ist, ob es sich dabei um eine Mietwohnung oder das Eigenheim handelt. Zum Haushalt gehören auch sog. Zubehörraume (Keller, Dachboden) und Außenanlagen (Garten). Die Grenzen des Haushalts werden – unabhängig von den Eigentumsverhältnissen – durch die Grundstücksgrenzen abgesteckt.
Ebenfalls zum Haushalt zählt eine selbstgenutzte Wochenend- oder Ferienwohnung im Inland, EU-Ausland bzw. im Europäischen Wirtschaftsraum.
Der Höchstbetrag gilt auch pro Haushalt, d.h. für Ehegatten wird keine Verdopplung erfolgen.

 

Nachweis der Aufwendungen

Sie müssen Auftraggeber der Dienstleistungen sein und hierfür eine Rechnung erhalten haben.
Die Zahlung muss unbar erfolgen, z.B. Überweisung.

Auf Verlangen des Finanzamts müssen die Aufwendungen nachgewiesen werden. Bewahren Sie daher die Rechnung und den Zahlungsnachweis auf.

Ein Mieter kann die Steuerermäßigung auch beanspruchen, wenn in den Nebenkosten Beträge für steuerbegünstigte Dienstleistungen enthalten sind, die der Vermieter in Auftrag gegeben hat. Der Vermieter muss den Anteil des Mieters in der Nebenkostenabrechnung grundsätzlich gesondert – und nach den Leistungen getrennt – aufführen oder nachweisen. Er darf dafür kein Entgelt verlangen.

 

Begünstigte Kosten

Begünstigt sind generell nur die Arbeitskosten. Das sind die Aufwendungen für die Inanspruchnahme der haushaltsnahen Tätigkeit selbst, für Pflege- und Betreuungsleistungen bzw. für Handwerkerarbeiten einschließlich der in Rechnung gestellten Maschinen- und Fahrtkosten sowie etwaiger Mehrwertsteuer.
Materialkosten oder sonstige im Zusammenhang mit der Dienstleistung, den Pflege- und Betreuungsleistungen bzw. den Handwerkerleistungen gelieferte Waren sind mit Ausnahme von Verbrauchsmitteln (z. B. Reinigungsmitteln) nicht begünstigt.

Der Anteil der Arbeitskosten muss grundsätzlich anhand der Angaben in der Rechnung ermittelt werden können. Dies gilt auch für Abschlagsrechnungen. Ein gesonderter Ausweis der auf die Arbeitskosten entfallenden Mehrwertsteuer ist jedoch nicht erforderlich.
Auch eine prozentuale Aufteilung des Rechnungsbetrages in Arbeitskosten und Materialkosten durch den Rechnungsaussteller ist zulässig.

Soweit die Kosten Betriebsausgaben oder Sonderausgaben darstellen und wie solche behandelt werden, ist eine Steuerermäßigung ausgeschlossen.

 

Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und Minijobs

Sind es nur wenige Stunden im Monat erfolgt die Anmeldung einfach als Minijob über das Haushaltsscheckverfahren.
Wird ein Lohn bis zu 450€ monatlich gezahlt, gibt es hier ein vereinfachtes Verfahren zur Anmeldung der Beschäftigten im Haushalt.

Vorteil:

  • Die Haushaltshilfe ist unfallversichert
  • Die Beiträge sind günstiger als für gewerbliche 450€-Minijobs -im Haushaltsscheckverfahren nur rund 14,99%
  • Für einen kurzfristigen Minijob im Haushalt betragen die Abgaben nur 2,99%

 

Weitere Infos zum Haushaltsscheckverfahren gibt es bei der Minijob-Zentrale:

https://www.minijob-zentrale.de/DE/01_minijobs/03_haushalt/01_grundlagen_minijobs_im_privathaushalt/01_meldung_hh_hat_vorteile/node.html

 

Erhalten Arbeitnehmer*innen im Haushalt mehr als 450€ ist das Arbeitsverhältnis sozialversicherungspflichtig.
Hier müssen dann weitere Meldungen zur Sozialversicherung, beim Finanzamt und der Unfallversicherung erfolgen.

Wenn Sie hierzu Fragen haben, sprechen Sie uns gern an. Wir erstellen auch Lohnabrechnungen für Beschäftigungen in Privathaushalten.

 

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