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Künstlersozialabgabe

 

Sie betreiben Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für ihr eigenes Unternehmen?

Sie vergeben dabei aber nicht nur gelegentlich Aufträge an selbständige Künstler und Publizisten?

Dann sind Sie auch verpflichtet, die Künstlersozialabgabe abzuführen.


Was ist die Künstlersozialabgabe?

Für die soziale Absicherung von selbständigen Publizisten und Künstlern ist 1983 das Künstlersozialversicherungsgesetz in Kraft getreten.

Danach sind Unternehmen, die Leistungen von Künstlern und Publizisten verwerten abgabepflichtig. Hierzu zählen jedoch nicht nur Verlage, Theater oder Funk und Fernsehen.

Auch für die Werbung und für die Öffentlichkeitsarbeit für das eigene Unternehmen sind Abgaben zu zahlen, wenn regelmäßig selbständige Künstler und Publizisten beauftragt werden.


Welche Leistungen fallen in der Praxis auch häufig darunter:

  • Designer und Texter (z.B. für Werbeanzeigen, Websites, Grafiken)
  • Alleinunterhalter, Entertainer und Musiker
  • Influencer
  • Werbeagenturen
  • Fotografen

Die Künstlersozialabgabe ist aber nur zu zahlen, wenn die Leistungen durch Selbständige erbracht wurden.

Ist der Leistungsempfänger eine juristische Person z.B. GmbH, KG o.ä. fällt keine Abgabe an.


Seit dem Jahr 2018 beträgt sie 4,2% des Rechnungsbetrags ohne Umsatzsteuer. Nicht berücksichtigt werden unter anderem Reisekosten und Kosten für die nachträgliche Vervielfältigung, wie z.B. Druckkosten.

Bei Rechnungsbeträgen von gesamt bis 450€ entfällt die Künstlersozialabgabe.

Geprüft wird die Künstlersozialabgabe seit einigen Jahren im Rahmen der Sozialversicherungsprüfung. Dabei kommt es immer wieder zu Nachforderungen.

 

Bis zum 31.3.2021 muss die Abgabe für 2020 an die Künstlersozialkasse gemeldet werden. Dies kann online oder per Post erfolgen.


Weitere Informationen gibt es hier: www.kuenstlersozialkasse.de